Sonntagsmatinee am 9. Juni 2024 um 11.00 Uhr im Foyer

Zur Lebensgeschichte der jüdischen Hitlergegnerin, Stalinkritikerin und Architektin Karola Bloch

Eine Lesung anlässlich ihres 30. Todestages

Lesung des Verlegerpaares Irene Scherer und Welf Schröter. Eine Veranstaltung des Theaters Lindenhof in Zusammenarbeit mit dem Talheimer Verlag – unterstützt durch die Hans-Mayer-Gesellschaft

Auszüge aus Texten, Schriften und Briefen schildern die Haltung und Widerstandskraft einer emanzipierten Frau. Die Matinee zeichnet den Weg von Karola Bloch (1905–1994), der Architektin, Hitlergegnerin, Stalinkritikerin, Sozialistin, Polin und Jüdin nach. Flucht und Exil trieben sie von Berlin nach Zürich, Wien, Paris, Prag, New York, Leipzig und Tübingen. Ein Leben lang trat sie für ein solidarisches Miteinander ein und wandte sich gegen autoritäre Politik. Als berufstätige Frau errang sie sich Respekt in einer von Männern dominierten Welt. Stets stand sie auf der Seite von Verfolgten und Geflüchteten. Ein Leben im und für das Widerstehen. „Der Topf kochte“, wie sie selbst sagte. Karola Bloch war von der begründeten Hoffnung geprägt, dass die Menschen es einst schaffen, wirkliche Menschen zu werden. Vor ihrem Tod übertrug sie die Rechte an ihren Werken an den Talheimer Verlag. Das Verlegerpaar war mit der Autorin persönlich befreundet. Welf Schröter begleitete sie als politischer Vertrauter in den letzten fünfzehn Jahren ihres Lebens. Seit fast 38 Jahren veröffentlicht der Verlag die Schriften, Reden, Briefe, Texte und Architekturzeichnungen Karola Blochs. Siehe: https://bloch-blog.de/buecher-zu-karola-bloch/